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The Oriental Desert Train –
eine beschauliche Fahrt vom Nordosten Marokkos in den Süden |
Fernab von quirligen Badeorten, eleganten Riads und Königspalästen beginnt in der kleinen Stadt Oujda im Norden Marokkos eine nostalgische Eisenbahnfahrt in Richtung Süden zur Endstation Bouarfa. Die rote Diesellok aus den Siebziger Jahren erinnert uns sofort an Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer, auch wenn diese „Wilde 13“ keinen Dampf ausspuckt sondern sich einfach brav und gemächlich auf ihrem einspurigen Weg durch Disteln, Staub und Sand kämpft. |
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Anfangs ziehen noch Palmen und Tamarisken an uns vorbei, auch grüne, bestellte Felder und kleine Dörfchen mit staunenden Kindern. Dann, langsam, ändert sich die Farbe des Bodens in ein rötliches sanftes Braun. Große Kakteen wechseln jetzt mit kleinen Büschelsträuchern.
Im Westen begleiten uns in der Ferne die Ausläufer des Atlasgebirges, ein wenig kann man sogar die schneebedeckten Kuppen erahnen. Zwischen der Bergkette und dem Schienenstrang
liegt eine karge, wildschöne Landschaft, das Königreich der Nomaden. Ziegenherden und Schafe ziehen langsam an uns vorbei. Von weitem erkennen wir die flachen, langgestreckten Beduinenzelte aus dunklem Ziegelleder, daneben immer eine gemauerte Kochstelle.
Irgendwann passieren wir ein verlassenes Bergwerk – nachdem die Bodenschätze hier erschöpft wurden blieb nur noch eine Geisterstadt zurück |
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Auch eine kleine französische Kirche wurde für die Fremdarbeiter errichtet, die in den Bergwerken tätig waren.
Jetzt, wo wir uns nun Bouarfa nähern, färbt sich der Boden in dunkle Rottöne und der Sand wird auf den Ebenen auf die Schienen geweht. Jetzt ist Schaufeln angesagt; sonst geht’s
nicht weiter. |
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Auch die Felsen, die sich nun seitlich erheben, sind teils rötlich, teils schimmern sie grün, denn hier ist der Boden eisen- und kupferhaltig.
Die kleine Stadt Bouarfa ist überraschend hübsch mit apricotfarbig getünchten Hauswänden und hat sogar einen kürzlich in Betrieb genommenen Flughafen.
Ob man es glaubt oder nicht – hier wachsen Trüffel und kostbare Wüstenpilze; so begehrt, dass die Suche nach diesen teuren „Bodenschätzen“ streng kontrolliert ist.
Nun sind wir am Ende des Tages – so scheint es – am Ende der Welt angelangt. Wir verlassen
unseren Wüstenzug, der am nächsten Tag, mit Bauxit beladen, seinen Rückweg nach Oujda antreten wird. |
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Adieu…. |
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Sahara
Wings |
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